Arbeitslosengeldrechner

Arbeitslosengeld 1 Anspruch mit dem Arbeitslosengeldrechner berechnen

Die meisten Menschen möchten bereits vor dem Besuch eines Amts wissen, was Sie dort erwartet. Gerade bei unangenehmen und emotional belasteten Themen wie Arbeitslosigkeit kann es nicht schaden sich im Vorfeld umfassend darüber zu informieren was einen erwartet. Ein sehr wichtiges Thema bei einem so tiefgreifenden Einschnitt ins Leben wie Arbeitslosigkeit ist natürliche die finanzielle Absicherung. Wie hoch wird mein Arbeitslosengeld sein.

Hier können Sie die Dauer und die Höhe Ihres Anspruchs auf Arbeitslosengeld 1 mit einem Arbeitslosengeldrechner berechnen und feststellen ob ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 überhaupt besteht. Die Berechnung ist komplett anonym. Falls Sie nach einem Arbeitslosengeldrechner für Arbeitslosengeld 2 (Hartz 4) gesucht haben, klicken Sie bitte auf Hartz-4-Rechner.

Arbeitslosengeld 1 wird arbeitslosen Menschen von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt, wenn sie eine gewisse Anwartschaftszeit in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis erfüllen:

Arbeitslosengeldrechner

EURO
Ihr durchschnittlicher Bruttolohn der letzten 12 Monate
Haben Sie in den neuen Bundesländern gearbeitet?
Haben Sie Kinder im Sinne des Einkommensteuergesetzes?

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld und die Anwartschaftszeit

Um einen (neuen) Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 zu haben, müssen Sie in den letzten zwei Jahren vor dem Eintritt Ihrer Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate (360 Tage) versicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Dann haben Sie die so genannte Anwartschaftszeit erfüllt. Ob Sie in dieser so genannten Rahmenfrist bei einem oder mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren spielt keine Rolle. Hauptsache Sie haben innerhalb der zweijährigen Rahmenfrist insgesamt mindestens 360 Tage in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden (Minijobs zählen leider nicht dazu!). Wenn Sie bei einer Selbstständigkeit freiwillige Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, dann zählen diese Zeiten der freiwilligen Versicherung innerhalb der der Rahmenfrist ebenfalls zur Erreichung der Anwartschaftszeit mit. Nur in Ausnahmefällen gilt eine verkürzte Anwartschaftszeit von 6 Monaten (vgl. §142 (2) SGB III).

Arbeitslosengeldrechner Teil 1 – Habe ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Sie können nun im Arbeitslosengeldrechner zunächst das Eintrittsdatum der Arbeitslosigkeit eingeben. Der Arbeitslosengeldrechner zeigt Ihnen danach die zweijährige Rahmenfrist (den relevante Zeitraum für die Anwartschaft) an. Nun können in den folgenden Zeilen die Zeiträume angeben, in denen Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichert waren, und die sich mit dem Anwartschaftszeitraum überlappen. Der Arbeitslosengeldrechner errechnet dann, ob anhand Ihrer Angaben mit einem Arbeitslosengeldanspruch zu rechnen ist. Wichtiger Hinweis: Die Anspruchsprüfung erfolgt ohne Gewähr für die Richtigkeit! Der Rechner zur Feststellung des Anspruchs folgt demnächst!

Berechnungsbeispiel: Nehmen wir an, Sie sind zum 1.7.2013 arbeitslos geworden. D. h. der Eintritt in die Arbeitslosigkeit ist der 1.7.2013. Damit kann die zweijährige Rahmenfrist berechnet werden. Die Rahmenfrist dauert vom 1.7.2011 - 30.6.2013. Angenommen Sie waren z. B. vom 1.5.2005 bis zum 31.3.2012 sowie vom 1.9.2012 bis zum 30.6.2013 in Beschäftigungsverhältnissen. Zwischen den beiden Beschäftigungsverhältnissen hatten Sie eine längere Auslandsreise gemacht und waren nicht versicherungspflichtig beschäftigt. Nun muss die Anzahl der Tage in diesen Beschäftigungsverhältnissen bestimmt, die in die Rahmenfrist fallen. Dies wären die Tage vom 1.7.2005 bis 31.3.2012 (9 Monate) sowie vom 1.9.2012 bis 30.6.2013 (10 Monate). Zusammengerechnet wären Sie innerhalb der Rahmenfrist 19 Monate beschäftigt gewesen. Dies sind mehr als 360 Tage und damit haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

2. Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld

Haben Sie aufgrund der Erfüllung der Anwartschaftszeit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, dann stellt sich die Frage nach der Dauer des Arbeitslosengeldanspruchs. Auch die Dauer des Arbeitslosengelds kann man relativ einfach berechnen. Maßgeblich für die Berechnung der Dauer des Arbeitslosengelds ist die um drei Jahre erweiterte Rahmenfrist. Das heißt, es werden in der Regel die letzten fünf Jahre vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit betrachtet. Jedoch werden keine Zeiten berücksichtigt, aus denen sich schon einmal ein Arbeitslosengeldanspruch ergeben hat. Es muss berechnet werden wie viele Monate Sie innerhalb der erweiterten Rahmenfrist sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sind oder in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Diese Anzahl der zurückgelegt Versicherungsmonate wird durch zwei geteilt. Das Ergebnis ergibt die Dauer Ihres Anspruchs auf Arbeitslosengeld, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass je nach Lebensalter bestimmte Höchstgrenzen für die Dauer des Arbeitslosengeldanspruchs gelten: Sie können bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres einen maximalen Anspruch von 12 Monaten Arbeitslosengeld haben, ab Vollendung des 50. Lebensjahres maximal 15 Monate, ab Vollendung des 55. Lebensjahres maximal 18 Monate und ab Vollendung des 58. Lebensjahres maximal 24 Monate.

Arbeitslosengeldrechner Teil 2 – Welche Dauer mein Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Wie beim Arbeitslosengeldrechner Teil 1 müssen Sie zunächst das Eintrittsdatum Ihrer Arbeitslosigkeit angeben. Zusätzlich geben Sie hier noch Ihr Lebensalter am Tag des intritts der Arbeitslosigkeit an. Anschließend wird vom Arbeitslosengeldrechner die erweiterte Rahmenfrist ausgerechnet und angezeigt. Nun können Sie in den folgenden Zeilen die Zeiträume der zurückgelegten Versicherungszeiten in der Arbeitslosengeldversicherung angeben, die in der erweiterten Rahmenfrist liegen oder diese überlappen. Der Arbeitslosengeldrechner wird dann die Anzahl der Beschäftigungsmonate in der erweiterten Rahmenfrist ausrechnen und dann in Abhängigkeit von Ihrem Lebensalter die Dauer Ihres Anspruchs auf Arbeitslosengeld anzeigen. Wichtiger Hinweis: Alle Angaben zur Anspruchsdauer erfolgen ohne Gewähr für die Richtigkeit! Der Rechner zu Feststellung der Dauer des Anspruchs folgt demnächst.

Berechnungsbeispiel: Wir greifen das Berechnungsbeispiel (oben) zur Feststellung ob eine Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht wieder auf. Also ist der Eintritt in die Arbeitslosigkeit wieder der 1.7.2013. Die Rahmenfrist wird diesmal um 3 Jahre auf 5 Jahre erweitert. Die erweiterte Rahmenfrist dauert vom 1.7.2008 - 30.6.2013. Zur Berechnung der Anspruchsdauer muss die Anzahl der Monate, in denen Sie innerhalb der erweiterten Rahmenfrist versicherungspflichtig beschäftigt waren berechnet werden. Da Sie im ersten Beschäftigungsverhältnis ja schon ab 1.5.2005 also vor Beginn der erweiterten Rahmenfrist ohne Unterbrechungen gearbeitet haben, zählt dieses Beschäftigungsverhältnis ab dem Beginn der Rahmenfrist. Zu den 19 Monaten aus der zweijährigen Rahmenfrist (siehe oben) kommen also volle 3 Jahre (36 Monate) hinzu. Insgesamt haben Sie damit 55 Versicherungsmonate innerhalb der erweiterten Rahmenfrist zurückgelegt. Dieser Zeitraum ergibt halbiert mehr als 24 Monate. Da Sie angenommenerweise jedoch in diesem Beispiel erst 53 sind, gilt für Sie die maximale Anspruchsdauer von 15 Monaten.

3. Die Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld

Für die Höhe Ihres Anspruchs ist entscheidend, wie viel Sie im so genannten Bemessungszeitraum vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit verdient haben. Der Bemessungszeitraum umfasst ein Jahr und endet mit dem letzten versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis vor Entstehen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld. Nur wenn Sie im Bemessungszeitraum weniger als 150 Tage Anspruch auf Arbeitsentgelt hatten wird der Bemessungszeitraum auf zwei Jahre erweitert. Aus dem Bemessungszeitraum wird das durchschnittliche Tagesarbeitsentgelt, dass Sie während Ihrer Arbeitsverhältnisse im Bemessungszeitraum erzielt haben, errechnet. Dieses nennt sich Bemessungsentgelt. Jedoch wird nur der Teil des Arbeitsentgelts berücksichtigt, der die Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreitet. Diese liegt derzeit bei ca. 5.800 € monatlich. Aus dem Bemessungsentgelt wird durch Abzug einer Sozialversicherungspauschale, Abzug von Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag das Leistungsentgelt (auch pauschalisiertes Nettoentgelt genannt) ermittelt. Der tägliche Leistungssatz an Arbeitslosengeld, den Sie erhalten beträgt 67 % wenn Sie Kinder im Sinne des §32 EStG haben, ansonsten 60 % des pauschalisierten Nettoentgelts. Das Nettogentgelt entspricht jedoch nicht exakt dem zuletzt erhaltenen Nettogehalt sondern ist nur eine pauschalisierte Näherung. Daher auch pauschaliertes Nettoentgelt genannt. Es werden bei der Berechnung nämlich nicht konkreten individuellen Abzüge für Steuern und Sozialversicherung berücksichtigt, sondern pauchalierte übliche Sätze. Auch Pauschalbeträge für Menschen mit Behinderung, Zahlungen für Unterhaltsleistungen und andere pauschale Beträge oder eingetragene Freibeträge werden nicht berücksichtigt. Bei der Steuerklasse ist zu beachten, dass immer diejenige Lohnsteuerklasse für die Berechnung herangezogen wurd, die am Anfang des Kalenderjahres galt, in welchem die Arbeitslosigkeit eingetreten ist. Der monatliche Anspruch auf Arbeitslosengeld ergibt sich aus der Multiplikation mit 30.

4. Was ist sonst noch zu beachten?

Um den Anspruch auch Arbeitslosengeld nicht zu gefährden bzw. eine Sperrzeit zu risikieren sollten Sie ein paar Dinge beachten. Melden Sie sich spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit oder falls die Agentur aufgrund Wochenende oder Feiertag geschlossen ist am nächsten Werktag persönlich arbeitslos. Sie können dies schon bis zu drei Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit erledigen, falls das genaue Datum bekannt ist. Sie müssen sich zudem mindestens 3 Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses sofern dieses schon so früh bekannt ist persönlich Arbeitssuchend melden oder unverzüglich sobald Ihnen das Ende des Arbeitsverhältnisses z. B. durch Kündigung bekannt wird. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen gilt ebenfalls die Dreimonatsregelung. Die Arbeitssuchendmeldung kann auch telefonisch oder Online vorgenommen werden. Sie müssen also nicht persönlich erscheinen. Bringen Sie bei persönlicher Vorsprache bei der Arbeitsagentur ihren Personalausweis oder alternativ Reisepass mit Meldebescheinigung mit. Weiterhin benötigen Sie das Kündigungsschreiben, Aufhebungsvertrag oder Arbeitsvertrag (bei Befristung). Um alles ordentlich erfassen zu können wird auch Ihre Sozialversicherungsnummer (Rentenversicherungsnummer) benötigt.

5. Arbeitslosengeld und Steuern

Was muss ich steuerlich beachten, wenn ich Arbeitslosengeld erhalte? Bei Arbeitslosengeld handelt es sich um eine Lohnersatzleistung. Arbeitslosengeld 1 muss nicht versteuert werden, da wie oben erwähnt ja bei der Berechnung bereits pauschalierte Steuerbeträge abgezogen werden. Jedoch unterliegt Arbeitslosengeld dem Progressionsvorbehalt. Das heißt, dass Arbeitslosengeld was Sie ausgezahlt bekommen dazu führt, dass Sie einen höheren Steuersatz haben. Aus diesem Grund muss Arbeitslosengeld auch in der Steuererklärung deklariert werden. Es ist unter dem Punkt Lohnersatzleistungen einzutragen. Am Ende jeden Jahres in dem Sie Arbeitslosengeld erhalten haben erhalten Sie von der Agentur für Arbeit eine Übersicht / Aufstellung über die Höhe der gezahlten Leistungen. Daraus können Sie einfach den Betrag für Ihre Steuererklärung übernehmen.

6. Arbeitslosengeld und Krankheit

Wie sieht es im Krankheitsfall mit dem Arbeitslosengeld aus? Wenn Sie am Ende des Beschäftigungsverhältnisses krank sind, dann können Sie sich gar nicht arbeitslos melden, da ein Kranker dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht. Erst wenn Sie wieder gesund geschrieben sind und sich arbeitslos melden können Sie Arbeitslosengeld erhalten. Aber keine Sorge. Auch wenn Sie krank sind stehen Sie in der Regel nicht mit leeren Händen da. Hier gibt es eine andere Lohnersatzleistung – das Krankengeld – die von der Krankenkasse gezahlt wird. Im Normalfall erhalten Sie also Krankengeld von der Krankenkasse solange Sie krank sind, maximal bis zu 78 Wochen. Sie müssen sich nur schnell mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. In denen Fällen wo sie bereits Arbeitslosengeld erhalten und dann erkranken gilt eine so genannte 6-wöchige Leistungsfortzahlung. Das heißt, sie bekommen bei einer Erkrankung für maximal 42 Tage weiter das Arbeitslosengeld gezahlt. Sind sie länger krank, dann können Sie ab dem 43. Tag wieder das Krankengeld bei der Krankenkasse beantragen. Das Arbeitslosengeld ruht dann erstmal.

7. Arbeitslosengeld und Vermögen?

Was ist zu beachten wenn SIe Erspartes auf dem Konto haben, eine Lebensversicherung, ein Haus eine Eigentumswohnung ein teures Auto oder sonstige Vermögensgegenstände von Wert. Müssen diese erst aufgebraucht werden, bevor Arbeitslosengeld bezogen werden kann? Bei Arbeitslosengeld 2 (im Volksmund Hartz IV) ist das tatsächlich so. Werden bestimmte Freigrenzen, die nach Lebensalter gestaffelt sind, beim Vermögen überschritten, dann wird die Leistung versagt. Angerechnet wird alles von Wert: Bargeld, Schmuck, Auto, Grundstücke, Immobilien, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Kontoguthaben. Auch eine wertvolle Sammlung kann als anrechenbares Vermögen betrachtet werden. Alles was verwertbar ist und nicht zum Grundbedarf gehört. Wenn die Werte der verwertbaren Gegenstände zusammengenommen über der Freigrenze liegen, dann müssen Sie diese zunächst liquidieren und Ihren Lebensunterhalt dadurch bestreiten, dass Sie ihr Vermögen, was oberhalb der Freigrenze liegt aufbrauchen. Kann dies beim Arbeitslosengeld 1 auch passieren. Nein! Hier müssen Sie keine Sorge haben. Es handelt sich beim Arbeitslosengeld 1 ja nicht um eine Fürsorgeleistung des Staats mit dem Ziel das Existenzminimum zu sichern, sondern um eine Versicherungsleistung. Sie haben jahrelang Versicherungsbeiträge eingezahlt und haben dann im Versicherungsfall auch das Recht diese ausgezahlt zu bekommen. Wie vermögend Sie sind spielt hierbei keine Rolle. Sie müssen ihr mühsam erarbeitetes Erspartes nicht aufbrauchen. Zumindest solange sie noch Arbeitslosengeld 1 beziehen. Daher ist es sinnvoll so früh wie möglich eine Beschäftigung zu finden, um nicht nach Ende des Arbeitslosengelds gezwungen zu sein Vermögen zu verbrauchen, bevor ein Antrag auf Hartz IV gestellt werden kann.

8. Arbeitslosengeld und EInkommen?

Wenn das Vermögen beim Arbeitslosengeld 1 keine Rolle spielt, dann könnte man denken, dass es sich mit Einkünften genauso verhält. Dem ist jedoch nicht ganz so. In der Regel gilt dies zwar für passive Einkünfte wie Zinseinnahmen, Einnahmen aus Vermietung oder Einnahmen aus Verpachtung oder ähnliches. Jedoch nicht für Einkünfte, die durch aktive Arbeitsleistung erworben werden. Hier sind die Regelungen komplizierter. Grundsätzlich widersprechen sich ja Arbeitslosigkeit und Einkünfte aus Arbeit. Es sei denn es handelt sich um eine geringfügige Beschäftigung mit weniger als 15 Stunden pro Woche. In diesem Fall kann dieser so genannten Nebentätigkeit nachgegangen werden und es können Einkünfte daraus erzielt werden. Jedoch werden in der Regel Einkünfte über 165 € / Monat mit dem Arbeitslosengeld verrechnet. Ein besonderer Fall liegt vor, wenn die Nebentätigkeit schon sehr lange vor der Arbeitslosigkeit ausgeübt wurde. In diesem Fall kann es sein, dass die Einkünfte daraus nicht oder nur zu einem kleinen Teil auf das Arbeitslosengeld angerechnet werden. Nebentätigkeiten können sowohl auf angestellter als auch auf selbstständiger Basis erfolgen. Sie müssen dem Arbeitsamt angezeigt werden. Regelmäßig muss eine Nebeneinkommensbescheinigung bei der Arbeitsagentur abgegeben werden, aus der Umfang und Verdienst hervorgehen. Der Arbeitgeber muss diese Bescheinigung stempeln.

Ein weiterer spezieller Fall ist die so genannte Teilarbeitslosigkeit. Einige Menschen gehen mehr als einer Beschäftigung nach. Manchmal werden zwei sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigungen ausgeübt. Wer dann eine der beiden Beschäftigungen verliert wird teilarbeitslos. Auch wenn er noch einer Beschäftigung nachgeht kann er Teilarbeitslosengeld erhalten. Die zweite Beschäftigung ist dann für den Anspruch nicht schädlich. Der Teilarbeitslose muss sich in dem Rahmen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung wie er in der verlorenen Beschäftigung gearbeitet hat.